Was tust Du eigentlich so als Wohnkomplizin? Teil2

Was ist Deine Aufgabe auf der Baustelle?

 

Die meisten Bauherren, die selber schon mal einen Umbau oder eine Renovierung begleitet haben, wissen, was gerade bei einem Altbau auf der Baustelle schiefgehen kann. Flapsig gesagt, ist es mein Job genau das zu verhindern. Die Bauherrn sollen während der Umbauphase weiter ihrem normalen Leben nachgehen können und möglichst wenig zeitlich und nervlich belastet werden und zu einem festgelegten Termin umziehen können.

 

Zum einen ist meine Aufgabe die Zeitplanung und Koordination der Arbeiten und Handwerker. Um einen festen Fertigstellungstermin einhalten zu können ist es wichtig den Überblick zu behalten welche Arbeiten noch erledigt werden müssen und welche Gewerke in welcher Reihenfolge stattfinden müssen. Es müssen ja zum Beispiel in einem Bad erst die Fliesen an der Wand und dem Boden sein bevor das Waschbecken montiert wird. Dazu ist es nötig immer wieder in Kontakt mit den Handwerkern zu sein.

 

Gerade bei der Renovierung oder dem Umbau eines bestehenden Hauses wird es auch immer  mal wieder zu sogenannten Regiestunden kommen. Manche Arbeiten sind vom Umfang her bei der Erstellung des Kostenvoranschlages nicht abschätzbar.

Zum Beispiel kann ein Maler erst sehen in welchem Zustand die Wände sind und wie viel Zeit er zum spachteln benötigt, nachdem die Tapeten entfernt sind. Da sind Regiestunden manchmal die einzige Möglichkeit um die Kosten sowohl für den Bauherrn als auch für den Handwerker gerecht zu halten. Meine Aufgabe ist auch darüber den Überblick zu behalten und meinem Kunden zu vermitteln.

Da ich dem Kunden Zeit und auch Nerven sparen soll bin ich häufig auf der Baustelle und entscheide die vielen Kleinigkeiten und Details die im Laufe der Arbeiten auftauchen. Meist gehe ich einmal in der Woche mit den Kunden über die Baustelle um den Fortschritt zu begutachten und bespreche mit ihnen die Fragen und Details die in den nächsten Tagen anstehen. Diese Entscheidungen gebe ich dann an die Handwerker weiter. Der große Vorteil für die Bauherrn ist, dass sie sich nur an mich als Ansprechpartner  wenden müssen und nicht jeden Handwerker einzeln ansprechen müssen. Ich fungiere als Vermittler zwischen Bauherrn und Handwerker und organisiere die vielen Kleinigkeiten die so auftauchen. Im Endeffekt ist es für den Kunden ein “Alles aus einer Hand” Service. Bis hin zum Umzugsunternehmen und der Endreinigung organisiere ich, falls gewünscht, alles.

 

Das alles macht meinen Beruf so spannend. Mit jedem Auftrag lerne ich neue Menschen mit unterschiedlichen Wünschen und Ansprüchen kennen. Jede Baustelle ist anders. Immer wieder werde ich vor neue Herausforderungen gestellt. Das macht mir großen Spaß. Natürlich kommt mir auch meine Lehre zum Schreiner dabei immer wieder zu gute. Sie hat mein Verständnis für Mögliches oder Unmögliches  enorm geschult.

 

Im Grunde begleite ich jede Renovierung oder Umbau mit der selben Sorgfalt und dem selben Anspruch als ob ich am Ende einziehen würde. Allerdings mit den Wünschen, Geschmack und Bedürfnissen der Kunden im Hinterkopf, und mit der Unterstützung meines tollen Netzwerkes an Handwerkern und meiner Erfahrung.

 

 

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